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URUGUAYISCHE STAATSBÜRGER, DIE FÜR IMMER NACH URUGUAY ZURÜCKKEHREN WOLLEN

Dem uruguayischen Gesetz 18.250 vom 06.01.2008 zufolge kann jeder Uruguayer, der mehr als zwei Jahre im Ausland gelebt hat, bei seiner Rückkehr frei von jeder Wechselkursumrechnung sowie von jeder Art von Zöllen, Gebühren und Abgaben folgende Gegenstände einführen:

  1. seine bewegliche Habe und die Gegenstände aus seiner Wohnung.
  2. die Werkzeuge, Maschinen, Apparate und Instrumente, die mit der Ausübung seines Berufs, Handwerks oder Gewerbes in Zusammenhang stehen.
  3. ein einziges Mal auch ein ihm gehörendes Kraftfahrzeug, das im Land seines Wohnsitzes in Gebrauch war und das zum Zeitpunkt der Rückkehr mindestens ein Jahr alt ist, wobei das Eigentum an diesem Kraftfahrzeug während der ersten zwei Jahre nach seiner Einfuhr nicht an andere übertragbar ist.

Das Kraftfahrzeug muss von der betreffenden Person innerhalb von dreißig Tagen nach seiner Freigabe durch den Zoll bei der zuständigen Stadtverwaltung angemeldet werden. Die für das Kraftfahrzeug geltende Regelung muss in den von der Stadtverwaltung ausgestellten Zulassungspapieren und im Nationalen Kraftfahrzeugregister eingetragen werden.

Welche Unterlagen sind erforderlich, um bei der Nationaldirektion für Zollwesen die Punkte A) zu beantragen?

  • Eine vom Konsulat mit Jurisdiktionauf der Grundlage einer Erweiterten Meldeauskunft der zuständigen Meldebehörde (des Bürgeramts) ausgestellte Wohnsitzbeschei-nigung.
  • eine Liste der persönlichen Gegenstände mit Sichtvermerk des Konsulats. Ei-ne Liste aller Hausratsgegenstände in spanischer Sprache ist zu erstellen, die nach Uruguay weitergeleitet wird, dabei sind bei elektrischen Haushaltsgeräten deren Marke und besonderen Eigenschaften anzugeben. Die Liste muss folgende Überschrift tragen: „Liste der persönlichen Gegenstände von … (vollständiger Name der betreffenden Person). Ich erkläre hiermit, dass alle im Folgenden aufgezählten Hausratsgegenstände gebraucht sind und dass sie ausschließlich für den Gebrauch durch meine Familie und durch mich bestimmt sind.

Welche Unterlagen sind erforderlich, um bei der Nationaldirektion für Zollwesen die Punkte B) zu beantragen?

  • Eine vom Konsulat mit Jurisdiktion auf der Grundlage einer Erweiterten Meldeauskunft der zuständigen Meldebehörde (des Bürgeramts) ausgestellte Wohnsitzbeschei-nigung.
  • Arbeit und Ausbildung Zeugnis erlassen durch das Konsulat mit Jurisdiktion, basierend auf gültige Belege.
  • eine Liste der Geräte, Maschinen oder Anlagen.

Mindestens erforderliche Unterlagen für die Bearbeitung von Punkt C), falls dies beim uruguayischen Außenministerium geschehen soll (innerhalb einer Frist von sechzig Tagen nach der Einreise nach Uruguay):

  • eine vom Konsulat auf der Grundlage einer Erweiterten Meldeauskunft der zuständigen Meldebehörde (des Bürgeramts) ausgestellte Wohnsitzbescheinigung.
  • Fahrzeugbrief oder Zulassungsbescheinigung Teil II, mit Apostille der zuständigen Behörde in Deutschland.
  • eine Bescheinigung über die Erwerbstätigkeit in Deutschland, die je nach den Umständen des jeweiligen Falles vom Konsulat legalisiert oder von der zuständigen Behörde in Deutschland mit der Apostille versehen sein muss.
  • eine persönliche eidesstattliche Erklärung, in der die Entscheidung, nach Uruguay zurückzukehren und sich dort endgültig niederzulassen, niedergelegt ist. Dieses Schriftstück kann im Konsulat selbst oder bei einem Notar in Uruguay erstellt werden.
  • Eine Arbeitsbescheinigung oder andere Unterlagen, in denen bescheinigt wird, dass die betreffende Person im Ausland einer Arbeit nachging oder Ein-künfte erzielte, oder dass sie eine Rente oder Pension bezog; diese Papiere müssen vom Arbeitgeber oder einer Sozialversicherungsinstitution ausgestellt sein. Wenn beide Eheleute zurückkehren, müssen Arbeitsbescheinigungen von beiden vorgelegt werden. Wenn einer der beiden keiner Arbeit nachgegangen ist, muss auch dieser Umstand in der eidesstattlichen Erklärung enthalten sein.

Die Bearbeitung im Konsulat, der „Gesehen“-Vermerk des uruguayischen Außenministeriums und die Bearbeitung durch das uruguayische Wirtschafts- und Finanzministerium sind unentgeltlich (uruguayisches Gesetz 18.250 und Dekret 330/08). Jedoch müssen die Transportkosten, die Kosten des Zolldienstleisters und andere Ausgaben von der betreffenden Person getragen werden.