VERHANDLUNGEN MERCOSUR - EU

ANGELA

Merkel betont spezifische Merkmale der landwirtschaftlichen Produktion Uruguays als Ermöglichung seines Zugangs zum europäischen Markt.

Uruguay ist ein gutes Beispiel für gelingende Entwicklung, besonders auf den Gebieten der Bioökonomie und der nachhaltigen Agrarproduktion, sagte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel nach ihrem Treffen mit Staatspräsident Tabaré Vázquez. „Die Prinzipien dieser Art von Produktion sind uns sehr wichtig“, fügte sie hinzu. Beide Länder setzen sich für die Verhandlungen mit dem Ziel eines Freihandelsabkommens zwischen dem Mercosur und der Europäischen Union ein.

Nach ihrem Treffen im Bundeskanzleramt in Berlin sprachen Präsident Vázquez und Kanzlerin Merkel auf einer gemeinsamen Pressekonferenz über die von ihnen behandelten Themen, darunter vor allem auch über den Stand der Verhandlungen zwischen dem Gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) und der Europäischen Union (EU) mit dem Ziel des Abschlusses eines Freihandelsabkommens.

Die Kanzlerin wies darauf hin, dass der Agrarsektor in Europa ein besonders sensibles Thema darstellt, aber dass Uruguay in dieser Hinsicht ein positives Beispiel für die Überwindung von Problemen sei, weil es die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft und der Bioökonomie vorantreibt. Der letztgenannte Begriff bezieht sich dabei auf die Primär- und Industrieproduktion, die Gesundheit von Mensch und Tier sowie auf Biokraftstoffe und die Nutzung nachhaltiger Energien.

Man müsse sehen, dass „die Prinzipien dieser Landwirtschaft für Deutschland sehr wichtig sind“, betonte die Kanzlerin noch einmal.

Uruguay sei ein guter Partner für Deutschland bei dem Bestreben, „faire und gerechte Verhandlungen“ zwischen dem Mercosur, dem Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay angehören, und der EU zu führen, so die Gastgeberin.

Präsident Vázquez bekräftigte seinerseits die Entschlossenheit Uruguays, die in den 1990er Jahren begonnenen Verhandlungen zum Abschluss eines Handelsabkommens zwischen beiden Blöcken weiter voranzutreiben.

„Wir sind beide der Meinung, dass noch genug Raum für ein weiteres Wachstum unseres Handels vorhanden ist“, unterstrich der Präsident. „Uruguay hat sich in seiner Geschichte stets für die Beseitigung von Schranken und Handelshemmnissen, die den freien Güterverkehr behindern, eingesetzt.“

Vázquez sagte ebenfalls, dass „der Dialog und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Ländern der richtige Weg ist, um eine Entwicklung mit Inklusion zu erreichen“.

Die Fruit Logistica in Berlin

Am Mittwoch dem 8. März, weihte Präsident Vázquez den Stand Uruguays auf der Fruit Logistica in Berlin ein.

„Ich bin zutiefst überzeugt, dass Uruguay in der Lage ist, qualitativ wertvolle und sichere Lebensmittel zu liefern, und zwar dank der Arbeit und Sorgfalt seiner Menschen“, führte er aus.

Er wies außerdem darauf hin, dass sein Land Lebensmittel von hoher Qualität und Sicherheit herstellt und somit Erzeugnisse von hohem Niveau anbieten kann, die sich vor anderen in Amerika und der Welt auszeichnen.