FEIER ZUM 160 JAHRESTAG DER BEZIEHUNGEN ZWISCHEN URUGUAY UND DEUTSCHLAND

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Am 23. Juni wurde im Ibero-Amerikanischen Institut in Berlin der Beginn der inzwischen 160 Jahre währenden bilateralen Beziehungen zwischen Uruguay und Deutschland im Rahmen einer großen und eindrucksvollen Veranstaltung gefeiert. Als erste sprach die Direktorin des Instituts, Frau Dr. Barbara Göbel, der besonders für ihre Rolle als Gastgeberin eines so wichtigen Ereignisses gedankt wurde. Danach folgte der Vortrag des uruguayischen Historikers Dr. Gerardo Caetano.

In seiner Rede gab Prof. Caetano einen detailreichen und überaus spannenden Überblick über die Jahrzehnte, in denen die Beziehungen zwischen beiden Ländern durch plötzliche Höhe- und Tiefpunkte geprägt waren, sowie über die uruguayische Außenpolitik in besonders kritischen Augenblicken dieser Geschichte.

Seine klare und schnörkellose Darstellung machte einen ausgezeichneten Eindruck auf das mehrheitlich junge Publikum.

Unter den Anwesenden befanden sich leitende Persönlichkeiten, Vertreter der Kultur, der Politik, der Regierung, der Unternehmerschaft, der uruguayischen Kolonie in Berlin und eine signifikante Anzahl von Botschafterinnen und Botschaftern. Das überaus positiv beeindruckte Publikum füllte die Räumlichkeiten des Instituts.

Im Saal befand sich außerdem der frühere Staatspräsident Uruguays, Senator José Mujica, der auf Einladung der Friedrich-Ebert-Stiftung nach Berlin gekommen war, um an der Tagung mit dem Thema „Gewalt und Ungleichheit“ teilzunehmen. Bei dieser Tagung lieferte die Stiftung eine Analyse Lateinamerikas, wo es gelungen ist, viele Menschen aus der Armut zu befreien und ganzen Bevölkerungsschichten, die vorher davon ausgeschlossen waren, Zugang zu medizinischer Betreuung und Bildung zu verschaffen, wo aber heute dennoch Gewalt und Ungleichheit große Herausforderungen darstellen.

Am Ende der Feier wurde Mujica eine vom deutschen Arzt Dr. Behr geschaffene Büste überreicht.