INDUSTRIELANDSCHAFT VON FRAY BENTOS IN BONN ALS WELTERBE ANERKANNT

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Obwohl sie bei der Auswahl neuer Weltkulturerbestätten bei der 39. Sitzung des Welterbekomitees der unesco in Bonn erst an letzter Stelle an die Reihe kam, rief die Kultur- und Industrielandschaft von Fray Bentos doch große Begeisterung hervor. Dies äußerte sich darin, dass die Mitglieder des Komitees diesem Vorschlag ihre einstimmige Unterstützung gewährten und die Landschaft ohne jeden Einwand in die Welterbeliste aufnahmen.

Nach Anhörung des Icomos-Berichts unterstützten Vertreter von Kolumbien, Peru, Jamaica, Portugal, den Philippinen, Malaysia, dem Libanon, Japan, der Türkei, Indien, Korea, Vietnam, Kroatien, Algerien, Kasachstan, Serbien, Senegal, Deutschland, Katar und Finnland die Regierung Uruguays und beglückwünschten sie für den Entschluss, diese Stätte für die Aufnahme in die Liste vorzuschlagen. Alle Mitglieder des Komitees, mit der Ausnahme des polnischen Vertreters, der sich nicht im Raum befand, drückten sich lobend über die Bedeutung und Einzigartigkeit des historischen Ortes am Río Negro aus.

Das Engagement der uruguayischen Vertreter und die einwandfreie Präsentation der Kandidatur erhielten ebenfalls viel Lob, und so war die Zustimmung zum Beschluss 39.COM 8B.39, wenn man vom Vertreter Polens absieht, einstimmig. Dies bedeutete auch die Anerkennung eines Verfahrens, das in besonders hohem Maße von der Ständigen Vertretung Uruguays bei der Unesco in Paris initiiert und maßgeblich bestimmt worden war.

Die uruguayische Delegation in Bonn wurde geleitet vom Generaldirektor für Kulturangelegenheiten, Botschafter Carlos Barros, außerdem gehörten ihr an: der Ständige Vertreter bei der Unesco und Botschafter Uruguays in Frankreich, Omar Mesa, der Botschafter Uruguays in Deutschland, Alberto Guani, sowie die Architekten William Rey, Mauro Delgrosso und Salvador Schelotto.

In seiner Danksagung drückte Botschafter Barros der Unesco, der Gruppe von Ländern Lateinamerikas und der Karibik sowie allen Komiteemitgliedern seine Anerkennung aus und wies darauf hin, dass die Einwohner von Fray Bentos diese Nominierung entschieden Rückhalt unterstützt hatten. Ebenso dankte er dem Internationalen Rat für Denkmalpflege (icomos) für die Arbeit seiner Experten und deren ausführliche Beratung der uruguayischen Seite.

Botschafter Barros skizzierte die historische Entwicklung von Fray Bentos und betonte, wie wichtig eine auf nachhaltige Entwicklung abzielende, umweltbewusste Perspektive als Leitfaden für das zukünftige Verhalten angesichts des Klimawandels sei. Außerdem sprach er mit großem Enthusiasmus vom besonderen Einfluss, den Fray Bentos auf kommende Generationen haben werde.

Er unterstrich auch die Gastfreundschaft und die ausgezeichnete Organisation von Seiten Deutschlands und brachte auf diese Weise seine besondere Anerkennung für das Gastland zum Ausdruck.