JUGENDORCHESTER DES SODRE IN BERLIN

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Am 21.09. eröffnete das bedeutendste Jugendorchester Uruguays mit einem „Lateinamerikanischen Konzert" in der Berliner Philharmonie seine Europatournee. Das Jugendorchester des SODRE, das dem uruguayischen System von Orchestern

für Jugendliche und Kinder angehört, spielte im ersten Teil besonders repräsentative Werke lateinamerikanischer Musik und ging dann im zweiten Teil mit seiner Betonung von Tango und Candombe zu den charakteristischsten Stilen uruguayischer Musik über.

Der von der UNESCO als „Künstler für den Frieden" ausgezeichnete Dirigent Ariel Britos leitete das Orchester.

Als Solist trat der Kontrabassist Diego Zecharies auf, der früher für das Philharmonische Orchester Potsdams gespielt hat und jetzt für das Symphonieorchester Galiziens arbeitet. Außerdem konnte das Publikum als weitere Solistin die Französin Pauline Haas erleben, die gegenwärtig zu den bedeutendsten Harfenspielerinnen Europas zählt.

Die Musiker verlasen eine Botschaft des uruguayischen Staatspräsidenten José Mujica, in der dieser sagt: „Bei seiner Europatournee 2014 reist das Jugendorchester des SODRE von unserem Land im Süden Lateinamerikas aus in die Welt und vermittelt durch kulturelle Ausdrucksformen wie den Tango oder den Candombe, die von der UNESCO zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit erklärt worden sind, einen Eindruck von unserer Kultur und unserer besonderen Empfindungsweise.

Getragen von seiner humanistischen Weltsicht hat sich das Jugendorchester als ein wirksames Mittel für einen erfolgreichen gesellschaftlichen Dialog erwiesen, indem es vielen den Zugang zur Musik eröffnet und zeigt, dass Kunst zum Wohlbefinden und zur Freude der Menschen beiträgt".

Zu Beginn der Vorstellung in Berlin sprach der Botschafter von Uruguay in Deutschland einige Worte der Begrüßung und anschließend begann das Konzert, u. a. mit den Stücken Conga de Fuego (Arturo Márquez, Mexiko 1950), Suite Margarita von Inocente Carreño (Venezuela 1919), Sensemayá von Silvestre Revueltas (Mexiko, 1899 – 1940), Grand Tango von Astor Piazzolla (Argentinien, 1921 – 1992) mit Arrangements von Diego Zecharies, Tamboriles von Luis Cluzeau Mortet (Uruguay, 1888 – 1957), Libertango von Astor Piazzolla und einer Hommage an Gardel (Uruguay, 1890 – 1935) in einer von tiefer Empfindung geprägten Auswahl von Tangos bis hin zur Cumparsita von Gerardo Matos Rodríguez (Uruguay, 1897 – 1948). Aufgrund des anhaltenden Applauses spielte das Orchester anschließend noch Taquito Militar von Mariano Mores (Argentinien, 1918).

Die großartige Leitung durch den Dirigenten Britos schuf ein Klima des Enthusiasmus und der Lebensfreude, von dem das deutsche Publikum angenehm überrascht war. Eine große Zahl begeisterter Landsleute folgten dem Rhythmus und der Musik, die diese jungen Uruguayer in einem der hervorragendsten und angesehensten Konzertsäle der Welt darzubieten verstanden.

Von Berlin aus reiste das Jugendorchester nach Straßburg und anschließend nach Paris, Nantes, Girona, Madrid, Pamplona und La Coruña.