URUGUAY AUF DER ANUGA (Oktober 2013)

itb 2014Mit einer starken Präsenz des Nationalen Fleischinstituts (INAC) und der Nationalen Genossenschaft der Milcherzeuger (CONAPROLE) aus Uruguay begann in Köln die ANUGA, die weltgrößte Fachmesse der Ernährungswirtschaft und Treffpunkt der wichtigsten Entscheidungsträger in verschiedenen Produktionszweigen.

Zum ersten Mal kam dabei auch Straßenwerbung zum Einsatz und demzufolge konnte man überall in der Stadt Plakate mit Bildern von Uruguay sehen.Außerdem fand eine sehr wirkungsvolle Werbeaktion in allen 42 Restaurants der deutschen Restaurantkette Block House statt; dabei wurde das Fleisch

aus unserem Land an hervorgehobener Stelle auf der Speisekarte präsentiert, unter dem Titel: „Ein köstliches Stück Uruguay".

Neben rund 80 Vertretern der Fleischwirtschaft und einer ähnlichen Zahl von Repräsentanten des Milchsektors nahmen für Uruguay teil: der Präsident des Fleischinstituts INAC, Alfredo Fratti, der Botschafter von Uruguay, Alberto Guani, der Geschäftsführer des Instituts für Investitions- und Exportförderung „Uruguay XXI", Andrés Peláez und die Generalkonsulin von Uruguay in Hamburg, Frau Elizabeth Bogosian. Später stieß auf Einladung des INAC noch die Botschafterin von Uruguay in der Volksrepublik China, Rosario Portel, hinzu. Dank der vom INAC übernommenen Organisation gehörte der Stand Uruguays mit zu denen, die besonders viel Anerkennung erhielten, und mit fast 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche war er auch größer als alle anderen von Uruguay jemals auf einer ANUGA präsentierten Stände.

Bei der Eröffnungsfeier dankte der Oberbürgermeister der Stadt, Jürgen Roters, den Ausstellern dafür, dass sie der ANUGA in ihrer 60-jährigen Geschichte stets treu geblieben waren und äußerte Anerkennung für alle Bemühungen im Bereich der Lebensmittelsicherheit, die zur nachhaltigen Entwicklung und dem Erfolg der Messe beigetragen hätten. Dr. Wolfgang Ingold, Vorsitzender der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie, hob seinerseits hervor, dass Deutschland aufgrund der gegenwärtigen Herausforderungen eine Reform der Lebensmittelgesetze benötige, um den 6.000 Unternehmen der Branche mit fast einer Million Arbeitnehmern, die – bezieht man die damit zusammenhängenden Dienstleistungen mit ein – einen Jahresumsatz von rund 170 Milliarden Euro erzielen, besser gerecht zu werden.

Dr. Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank, unterstrich die Bedeutung der Lebensmittelsicherheit als einem der Millenniumsziele, betonte jedoch zugleich, dass sich bei der Vielfalt neuer Technologien noch keine fest verbindlichen Lösungen gefunden hätten, weshalb man in dieser Hinsicht auch nicht von einem einheitlichen Markt ausgehen könne. Aus seiner Sicht stärkt die erreichte Vielfalt den Gemeinschaftsmarkt als größten Lebensmittelmarkt der Welt.

Günther Oettinger, EU-Kommissar für Energie, sprach von den Grundpfeilern der europäischen Integration, dem deutsch-französischen Verhältnis und dem Konzept des gemeinsamen Binnenmarktes. Er würdigte die ANUGA als realistischen Ausdruck eines Weltmarktes, auf dem Deutschland aufgrund seines Entwicklungsstandes auf dem Gebiet der Biogenetik und zugleich als Erzeuger- und Exportland von Lebensmitteln eine besondere Rolle zukomme, und er betonte die Notwendigkeit, dies bei der Bildung einer neuen Regierungskoalition in Berlin auch zu berücksichtigen. Seiner Überzeugung nach sei eine Stärkung des gemeinsamen Marktes für ganz Europa unerlässlich und ohne einen solchen Markt gebe es keine Hoffnung für die Zukunft. Europa benötige weniger Ideologie und mehr gesunden Menschenverstand.

Weitere Informationen auf den Seiten:

www.presidencia.gub.uy | www.inac.gub.uy | www.anuga.com